• Fluchen, jammern oder einfach mal ausheulen je nach Bedarf.


    Bsp.:


    Da komme ich schon ins Finale von Doppel- und Einzelmeisterschaft und letzte Saison ins Pokalfinale mit überwiegend vielen Spielen. Habe keine Sperre abbekommen und fast immer 3 Spiele pro Ligaspiel bestritten. 3 Spiele waren es auch bei den meisten Herausforderungen, wo ich in der Summe so viele gespielt habe wie noch nie. Und was ist der Dank dafür. Sprenger hat noch einen Skill mehr Rückstand auf Kasparov ;(;(;(

  • Ich war letzte Woche auf einem TT Lehrgang beim TTC Zugbrücke Grenzau....

    Es war total super, 4 Trainingseinheiten unter einem 123 er Trainer ;-).

    Samstags haben wir ein Oberligaspiel geschaut... ein 12 jähriger 1800+ ttr Jugi war das Highlight und parallel Daniel Habesohn beim Aufschlagtraining ...


    Sonntag war dann das erste Bundesliga Spiel. TTC Zugbrücke Grenzau - SV Post Mühlhausen. Es waren 35 Zuscher anwesend!!!!

    Das kotzt mich richtig an ...

    Der efffzeh spielt scheiße und es sind immer 40.000 da ...


    Erste Bundesliga nicht mal 40 ...

    Bei klick-tt stehen 50 Zuschauer, das stimmt nicht 8);)


    Die Lizenz kostet 40.000 Euro für 1 Buli TT ,dann braucht man noch Spieler....


    Keine Kohle steckt im TT, das nervt mich.


    Scheiß Mainstream Sport ...


    Push the Randsp0cht :-)

  • Ja, das ist wirklich deprimierend und außerdem der Grund warum ich mich mit der Vermarktung des Spieles und der Spielergenerierung sehr schwer tue. Der Sport Tischtennis wird einfach nicht ernst genommen... :|

  • Einfach alles umschreiben auf Fußballtennis...


    Ich ärgere mich tierisch über einige Unaufmerksamkeiten beim Konditionsmanagement der Spinheads. Die gehen jetzt fast alle am Stock und ich muss horrende Summen für Luxusurlaube ausgeben, um die Herausforderungen am Laufen zu halten. Das Geld fehlt mir dann widerum, um einen oder zwei Konditionstrainer einzustellen, damit ich das Problem in 2 Saisons wieder komplett vom Tisch habe. Ein Teufelskreis...

  • Tischtennis ist aber doch auch selber schuld.


    Wieviel Prozent der aktiven Spieler die sich über zu wenig Aufmerksam beschweren, verfolgen den die Bundesliga oder die Worldtour selber?


    Außerdem sagen immer alle das es die fairste Sportart ist, aber in Wirklichkeit sieht es doch leicht anders aus. Zwar gibt jeder einen Kantenball von dem Gegner zu, aber bricht dann selber die Aufschlagregel, behandelt seine Noppe, tuned seinen Belag oder sonst was.


    Und wenn dann mal Stimmung in der Halle ist weil viele Zuschauer da sind ist direkt Ärger wenn einer der Ahnungslosen Zuschauer klatscht wenn der Ball leicht das Netz berührt hat oder wenn sie zwischen drin sich mal Unterhalten.


    Profis die Emotionen zeigen sind ebenfalls nicht erwünscht und werden direkt bestraft.

  • Tischtennis ist aber doch auch selber schuld...


    Interessante Argumente... ob es wirklich daran liegt?

  • Mit sicherheit nicht der Hauptgrund


    Bei unserem letzten Heimspiel hat unser Gegner unsere zuschauer asozial bezeichnet weil die ja bei jedem punkt für uns klatschen würde, auch wenn es nur leichter Fehler war.


    Man stelle sich vor man verbietet beim Fußball das jubel beim eigentor oder so.


    Sport lebt von emotionen und die sind beim Tischtennis nicht erwünscht

  • Unsere Trommel hat leider auch zu viele Gegner gehabt :(


    Ich finde, es sind zu viele Turniere die sich gegenseitig die Aufmerksamkeit berauben. Und Tt ist eigentlich auch keine Mannschaftssportart. Zumindest im Profibereich kann ich auf Liga, Pokal usw. verzichten und verfolge es bewusst nicht.

  • Da hast du ja sogar recht.


    Aber wenn ein Timo Boll z.B. ein Halbfinale oder so bei der EM spielt oder Team EM Finale, wieviele Tischtennis Spieler ändern den dafür ihren Tagesablauf oder so um es zugucken?


    Wobei bei einem Fußball EM Gruppenspiel schon alle nur noch vor dem Fernseher sitzen

  • ähm das War aber auch ein tolles spiel. Letzter gegen den dritten. 1.Faktor: kein einzugsgebiet in grenzau 2. Faktor: Mühlhausen Fans bleiben zuhause.


    Also wenn ich mal das krasse Gegenteil dagegen halte, in Düsseldorf so durchschnittlich um die 850 fans. Ich würde sagen, viel spass demnächst in Düsseldorf, da ist Stimmung

  • Kann mich da ach_ja nur anschließen.

    Eigentlich ist schon vieles in unserem Sport geheuchelt. Klar kann es einem irgendwann unangenehm werden, wenn man einige Netz- und Kantenbälle im Laufe des Spiels hat, aber auf der anderen Seite (wenns nicht unsauber getroffen ist) hat man doch eigentlich eine "optimale" Höhe/Länge/Genauigkeit gespielt.

    Das Entschuldigen hinterher ist auch nicht immer komplett ernst gemeint, wenn man dem Gegner mal in die Augen schaut.

    Wenn ich den Gegner mal für einen angeblichen Glücksball mit einem "gute Länge" oder "gute Höhe" Lobe (auch voll und ganz ernst gemeint!), höre ich auch des öfteren, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. (was ja auch irgendwie stimmt) :)

    In meiner Jugendzeit haben wir übrigens öfters Übungen gespielt, wo es darum ging, die Wahrscheinlichkeiten von Netz- und Kantenbällen zu erhöhen. (also quasi speziell diese Bälle trainiert...funktioniert sogar, bzw. macht sich Dauer wirklich bemerkbar)


    Wenn man mal beim Volleyball schaut, wie eine Mannschaft abgeht, wenn sie mit einem Netzaufschlag einen direkten Punkt macht...

    Und dann mal spaßeshalber auf TT übertragen und überlegen, wie die Gegner wohl darauf reagieren würden. :D


    In Punkto Unfairness: tunen, frischkleben, Noppen glätten, Aufschläge (bewusst) verdecken und noch so vieles mehr... aber dann wird über das Brettchen vom 76-jährigen Karl gemeckert, wo die Ränder des Belags "abgeknabbert" sind, oder er den Ball nur 10 cm hoch wirft.


    Wenns um Zuschauer geht (zumindest in unteren Ligen), seh ich das Problem auch eher bei der Spießigkeit der Spieler und nicht bei der "Schwierigkeit, dass Spiel zu verstehen". Denn so komplex, wie es die Spieler oft darstellen ist es nun auch wieder nicht.

    Wenn ich das mal mit Football vergleiche: Die Regeln dort haben es ganz schön in sich, wenn man sich nicht näher damit befasst hat. Deutlich schlimmer als im TT das Potential des Spins. Trotzdem ist der Sport ganz schön im Vormarsch bei uns.

    Wie gesagt, die Spieler selbst sind oft das Problem. Da wird einfach übersensibel reagiert, wenn jemand (vor allem selbst nicht Aktive) "aus Versehen" bei einem "Glücksball" klatscht. Und selbst wenn es mit Absicht war... na und? Der Ball ist doch eh schon gespielt. Macht also nichts.

    Oooooooooder wenn Zuschauer es wagen, zu erzählen... Oh mein Gott, was hab ich da schon für Streitigkeiten erlebt... einfach nur furchtbar...

    Aber Turniere können die Leute trotzdem spielen. Und dort ist der Geräuschpegel deutlich höher. Da stört es komischer Weise nicht.

    Noch ein kleiner Querschuss zum Dart:

    Dort wird gefeiert ohne Ende. Die Spieler müssen auch eine sehr hohe Konzentration aufweisen, trotzdem stört es die Spieler nicht, bzw. kommen sie irgendwie damit klar.

    Und was dieser Sport für Massen anzieht...unglaublich! Mann muss sich das mal Vorstellen, da werfen 2 Dicke mit kleinen Pfeilen auf ne Scheibe, lassen sich dabei die ganze Zeit von Zuschauern anschreien, die rotzenvoll sind. :D

    Aber es funktioniert!


    Als wir letztes Jahr Verbandsliga gespielt haben, haben wir uns mit den Handballern (Kreisliga) mal nach deren Spiel (ein paar aus der Tischtennissparte schauen gern mal beim Volleyball oder Handball zu) unterhalten. Die meinten nur, die würden gern mal zuschauen, wenn man nicht immer so leise sein müsste. ;)


    Bei Heimspielen kommen wir aber auch nur auf ca. 10 Zuschauer (aber auch zu 99% selbst TT-Spieler). (liegt aber wohl daran, dass wir auch immer Kaffe, belegte Brötchen/Sandwiches/Kuchen zum Verzehr (natürlich kostenfrei) bereitstellen.

    Ich schlag ja auch manchmal vor, Freibier anzukündigen. Aber da stoße ich zumeist auf taube Ohren. (vermutlich auch zu Recht^^)


    Ich glaube einfach, die Spieler selber sollten einfach mal lockerer werden und nicht so sensibel reagieren. Auch sollten "wir "einfach mal das Elitedenken ablegen. Ich vermute, Tischtennisspieler sind nicht die einzigen, die über Grundkenntnisse in der Physik verfügen. ^^

  • Wir hatten in der letzten Saison um den Aufstieg in die Verbandsliga gespielt. Zum Spiel erster gegen zweiter (wir) hatten wir dann beim Heimspiel ca 100 Zuschauer, das war schon eine Grandiose Stimmung.

    Auch vom Gegner wurde sich hier nicht aufgeregt wenn die nicht Tischtennis Zuschauer oder die leicht angetrunkenen Zuschauer bei Glücksbällen geklatscht haben oder es etwas lauter war.

    Alle aktiven haben die Stimmung einfach mal genossen wodurch ein sehr faires und spannendes Spiel entstanden ist.


    Ich kann Fischers Fritze deshalb nur zustimmen, es liegt an den Spielern selber. Und die die sich aufregen das keiner zuguckt oder so, sind meistens die schlimmsten

  • Durfte hier viele meiner Erfahrungen wiederfinden, toll. Manchmal geben wir hier beim TT aber richtig Gas. Vor vielen Jahren, immer wieder und keine Gnade.

    Interessant finde ich zudem, dass wir Deutschen belächelt werden. Wir sind wohl das einzige Land, wo Kanten- und Netzbälle nicht beklatscht werden dürfen. Überall anders, ist das völlig normal. Und richtig so.

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    -don't feed the trolls-

  • Ja, wir Tischtennisspieler, wir sind schon ein spießiger Haufen. Besonders drollig wird es dann, wenn ein Meckeronkel am Tisch ist und man seinem Teamkollegen, der gerade das Spiel zählen muss, ansieht, wie überfordert er gerade damit ist, seinem Kollegen gerecht zu werden und nicht gleichzeitig dem Gegner gegenüber zum Arsch zu werden. Schlussendlich kommt dann immer ein piepsiges "Wiederholung", das auch bei genauem Hinhören wie "Wielung" klingt...


    Ich selbst ziehe mir auch immer wieder den Zorn des Gegners zu, weil ich einfach sehr knapp über das Netz spiele. Habe ich so gelernt. FF hat es oben schon angesprochen: Bei Manchen ist die Wahrscheinlichkeit der Netzroller höher als bei Anderen. Nur schade, dass mein Gegner nie mitzählen, wie viele Bälle von mir knapp unter der Netzkante bleiben.


    Habe schon die tollsten Typen erlebt. Einer hat frustriert geschenkt. Einer hat mich wiederholt mächtig angeschnauzt, einer ständig gejammert.


    Manche beschweren sich lautstark, wenn sie kein Glück hatten, Andere brechen vor Scham fast in Tränen aus, weil sie einen Kantenball gespielt haben. Wieder Andere feiern sich bei Glücksbällen erst total ab, um dann noch schnell der Ordnung halber ein "Sorry" hinterher zu schicken. Und dann natürlich die, die 3 Netzroller scheinbar regungslos wegstecken und dann beim 4. Netzroller ihren Schläger gegen die Wand schmeißen und einen markerschütternden Urschrei ablassen. Und das Alles nur rund um die Glücksbälle. Ähnliche Auswüchse gibt's ja auch bei Aufschlägen, Schiedsrichter-Skurrilitäten, Materialspiel, etc...


    Insgesamt habe ich den Eindruck, die Mehrheit der Tischtennisspieler ist nicht gesellschaftsfähig... Auffällig dabei ist auch der direkte Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Eigenarten. Viele der verhaltensauffälligen Spieler haben einen akademischen Grad... Zumindest in meinem Mikrokosmos...

  • Ganz nebenbei, nur in Deutschland ist das Klatschen bei Netz- oder Kantenbällen verpöhnt. In anderen Ländern, werden wir dafür belächelt.

    Mal ehrlich, diese Bälle gehören dazu. Auch wenn ich immer von Pech höre, weil der Ball an die eigene Schlägerkannte kam. Booaaah, das ist kein Pech, das ist ungenaues Spiel.

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  • Also ich habe es mal trainiert das ich meine aufschläge an die kante spielen kann. Gar nicht so einfach, aber es geht. 50% habe ich damals geschafft. Das problem ist nur wenn man einen gegenspieler hat der sich darauf einstellt, der spielt die bälle dann genauso blöd für mich rüber. Daher bleibt es für mich ein glücksball. Ich persönlich freue mich nie über einen glücksball, ich ärgere mich aber auch nie wenn der gegner mal mehr hat als ich.

    Bestes beispiel war bei mir, ich gewinne 11:7 11:5 11:9 und jeder punkt vom gegner war kanten oder netzball. Passiert halt.

  • Schon lustig, wie sich die Erfahrungen weitgehend decken.


    LasVegas kann ich da auch voll und ganz zustimmen. :thumbup:

    Trifft man unsauber, hat das absolut nichts mit Zufall oder Pech zu tun. (von äußeren Einflüssen, wie z.B. einem Steinchen auf dem Tisch mal abgesehen)


    Ich hab auch manchmal den Eindruck, im Tischtennis ist die "Chaoten-Dichte" besonders hoch, im Vergleich zu anderen Sportarten. Schon auch irgendwie merkwürdig, warum dann gerade diese Sportart ausgesucht wird, wo schon auch nicht gerade wenig Anteile an Konzentrationsfähigkeit, Geduld, Leidensfähigkeit, Nervenstärke und viele andere "Kopfsachen" gefragt sind. :/


    Ich muss gestehen, wenn man einen recht extremen Chaoten als Gegner hat, kommt bei mir auch manchmal der kleine Teufel auf der Schulter hervor, der mir sagt, ich sollte doch ein wenig zurück sticheln.:evil:

    Ich kann mich auch noch sehr gut an einen Mannschaftskameraden erinnern, der im Entscheidungssatz wirklich viele "Glücksbälle" hatte. Da die Stimmung zwischen den beiden eh schon recht aufgeladen war, fing irgendwann der Gegner lautstark das Meckern an. Mein Kollege blieb aber recht gelassen und meinte nur, er solle doch einfach mehr Unterschnitt in seine Schläge legen, dann bliebe der Ball doch im Netz hängen.

    Oder mal aus Opfersicht:

    Ich meine, ich war damals 14... Und als ich dann meinen ersten Einsatz als "Ersatz-Boy" in der Landesliga hatte, hatte ich im ersten Satz noch zumindest eine kleine Chance. Beim Seitenwechsel hat mich der Schrank (das war wirklich ein richtiger Riese im Vergleich zu mir) beim Seitenwechsel so mit der Schulter angerempelt und mir somit richtig einen mitgegeben (vor allem psychisch), dass danach absolut gar nichts mehr ging.

    Heute würde ich da vermutlich drüber schmunzeln und noch irgendeinen Spruch entgegnen. Aber damals war das ganz schön viel für mich, muss ich sagen.


    Mal was anderes:

    Kennt ihr eine dieser ganz speziellen, jedoch mit hohem Unterhaltungswert ausgestatteten Gattungen?


    ° sehr ungeduldige Abwehrspieler

    ° immer "Netzkante-Weg"-Schreier

    ° extreme "ich ballere alles sinnlos drauf und wundere mich mit Blick auf den Schläger, warum dieser

    "heute mal" nicht trifft"

    ° "eigentlich muss ich gegen dich gewinnen, aber heute hab ich..."


    Speziell als Abwehrspieler (vielleicht kennt das auch jemand von euch) hat man mit der letzteren Sorte auch oft zu kämpfen. Gewinnt man (natürlich wider allen Erwartungen), hat der Angreifer schlecht gespielt, einen schlechten Tag erwischt, oder was auch immer. Verliert man (natürlich in 99,9% der Fälle), hat der Angreifer Normalform. :)

    Oder: "der gewinnt nur, wegen seines Materials"

    Dazu muss ich aber betonen, dass ich recht saubere (moderne) Abwehr aus der Halbdistanz spiele. (also wirklich keine Krökelei und 0,0001 Störeffekt bei den Noppen)

    Hab auch schon so einige Male dem Gegner angeboten, die Schläger zu tauschen und erneut zu spielen.

    Hat jedoch noch nie einer machen wollen. Ein paar Male habe ich jedoch nachfolgend gegen diese Meckerer ein Spiel mit einem anderen Schläger gemacht. (also beide mit "vernünftigen" Schlägern)

    Wenn diese dann auch noch verlieren, ist das Schweigen wirklich unbezahlbar. (das Lustige ist nämlich, dass ich mit "richtigen" Schlägern einen kleinen Tick stärker bin)


    Aber vielleicht wäre unser Sport auch deutlich langweiliger, wenn "nicht mehr so viel los" wäre?

  • Grundsätzlich ärgere ich mich am meisten über Gegner, die nicht verlieren können. Die Bandbreite wie sich solche Spieler verhalten ist breit und ein großteil wurde hier auch schon erwähnt.


    Ich persönlich bleibe bei "Glücksbällen" immer ruhig und ärgere mich auch nicht innerlich. Habe den gleichen Ansatz wie crycorner, dass man die knappen Bälle die weggehen mit in die Betrachtung ziehen muss. Und da gleicht es sich meist aus. Grundsätzlich gilt aber oft, je besser ein Spieler ist, um so flacher spielt er übers Netzt und an die Linien ran. Folglich entstehen auch mehr "Glücksbälle". Wenn euer Gegner also mehr Netz und Kante hat als ihr, dann ist er vielleicht einfach der bessere Spieler :P


    Die Macken meiner Gegner versuche ich zum gewinnen zu nutzen. Wenn sich jemand schnell aufregt wegen Netz, Kante und unsauberen Schlägen dann entschuldige ich mich besonders höflich und oft :evil:. Wenn mein Gegner lamentiert, jammert usw. freue ich mich nach einem Punktgewinn bzw. feuer mich intensiv an. Wenn ich es also schaffe, dass mein Gegenüber aus eigener Unzulänglichkeit nicht mehr seine Stärke abrufen kann, na dann ist doch alles Prima.


    Behandeln von Material ist so ein Punkt, den ich im Hobbybereich zum kotzen finde. Und ich weiß wie ein ungeklebter Mambo oder wenn ich mit einem normalen Abwehrbelag lediglich den Schläger hinhalte sich verhält.

  • Noch ein Beispiel:


    Eine gegnerische Mannschaft hatte direkt 2 Spieler, die fürchterlich aggressiv auf Glücksbälle reagiert haben. Einer davon war der Einser und damit mein Gegner im zweiten Spiel. In seinem ersten Spiel hatte mein Kollege vielleicht 3-4 Glücksbälle im kompletten Spiel. Der Gegner übrigens auch. Dennoch: Direkt beim ersten Ball brüllt der rum und regt sich tierisch auf. Sein Kollege auch direkt dazwischen gebrüllt. Beim dritten Ball und der entsprechenden Situation habe ich dem dann kurz was zugerufen. Weiß nicht mehr, was. Dann war aber erstmal Ruhe.


    Bei meinem Spiel gegen ihn hatte ich so richtig verdammt viel Glück. Und ich habe mich insgeheim tierisch darüber gefreut.

    Ich war aber auch so der deutlich bessere Spieler. Dennoch: Er ist wieder voll abgegangen. Ich habe mich proforma entschuldigt und mir das Lachen verkniffen. Im dritten und letzten Satz lag er dann irgendwas um die 9:4 zurück und ich habe einen Glücksball gespielt. Er wieder voll ausgerastet. Als er sich beruhigt hat, habe ich nur gesagt, er solle jetzt mal wie ein Mann verlieren. Natürlich hat er mir danach nicht die Hand gegeben. Mittlerweile spielt er nicht mehr. Manchmal ist das die richtige Entscheidung.

  • Ein Punkt der mich in meiner Staffel noch aufregt, sind Söldnerteams. Es ist zwar klar, dass igendwann auch der Bereich startet, wo Geld bezahlt wird, jedoch fallen diese Teams immer wieder negativ auf. In der Hinrunde wars ein abgeschenktes Spiel (nicht angetreten) gegen einen Abstiegskandidaten. Und das war nicht das erste mal, dass der Verein die Tabelle verzerrt. Zum Saisonende wird es dann wieder interessant. Wenn die eigene sportlichen Ziele gesichert sind, werden die Halbprofis nicht mehr eingeflogen.